Donald Müller-Judex mit der „Solarstraße“ in der SWR-Quizshow „Sag die Wahrheit!“

Wer ist der Erfinder der Solarstraße? – Das war die Frage bei “Sag die Wahrheit!” im SWR Fernsehen

In der Sendefolge der SWR-Quizshow „Sag die Wahrheit!“ vom 13. Januar 2020 war  Solmove-Firmengründer Donald Müller-Judex als Kandidat zu Gast und stellte seine Lösung der „Solarstraße“ vor. Dem Rateteam wurde das Konzept des Straßenbelags aus Solarfliesen beschrieben, der zukünftig nicht nur Solarenergie erzeugen, sondern sich auch selbst heizen, beleuchten und in ferner Zukunft sogar Elektro-Autos aufladen können soll. “Warum sollen wir Wiesen und andere Naturflächen zerstören, wenn wir für die Energiegewinnung genauso bereits versiegelte Flächen nutzen könnten? Es gibt jede Menge versiegelte Flächen in Deutschland, die dafür geeignet sind, vor allem solche mit wenig Verkehr und viel Sonneneinstrahlung.”

Solmove gewinnt die Germany China Innovation Competition 2019 der InnoAlliance

Berlin, 14.10.19 – Im Finale der Germany China Innovation Competition 2019 der InnoAlliance in Berlin konnte Solmove mit seinem Konzept der Smart Solar Street überzeugen und hat in der Kategorie Smart Traffic & IT den ersten Platz erlangt.

Die Germany China Innovation Competition ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung und internationale Plattform, die deutsche Startups mit chinesischen Investoren, Unternehmen und strategischen Partnern zusammen bringt. Ziel ist es, innovativen deutschen Technologieunternehmen Ressourcen für den Eintritt in den chinesischen Markt zur Verfügung zu stellen. Beim Finale in Berlin am 14. Oktober 2019 konnte Solmove-Gründer Donald Müller-Judex auch mit Min Wang Zhigang, dem Minister für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China, sprechen.

In zwei Ausscheidungsrunden zwischen Juni und September hatten sich mehrere deutsche Startups in vier unterschiedlichen Kategorien qualifiziert. Solmove präsentierte sich mit seinem Konzept einer Smart Solar Street in der Kategorie Smart Traffic & IT im Halbfinale in der chinesischen Stadt Dongguan in der Nähe von Shenzen vor chinesischen Investoren und Unternehmen.

Im Anschluss an den Pitch-Wettbewerb nahmen alle Startups an einem Matchmaking mit chinesischen Investoren und Unternehmen teil und konnten wertvolle Kontakte knüpfen. In der mittelchinesischen Stadt Xian, die für ihre Terrakotta-Armee weltbekannt ist, wurde ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet.

Drei Startups in jeder Kategorie traten schließlich im Finale am 14. Oktober in Berlin gegeneinander an. Nach den Pitches der 12 Teams entschieden sich die Juroren für Solmove. Neben der Auszeichnung und einem Preisgeld profitieren die Gewinner von medialer Berichterstattung in Deutschland und China sowie der Unterstützung bei der Markterschließung in China.

Der Innovationswettbewerb wird vom China Science & Technology Exchange Center (CSTEC) sowie dem Bundesverband Deutsche Startups e.V ausgerichtet, und vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China (MOST) unterstützt. Weitere Organisatoren sind das International Technology Transfer Network (ITTN) und die Chinesische F&E Innovationsunion in Deutschland e.V. (CFEID e.V.).

Erftstadt lehnt Fehlerbehebung am Solaren Radweg von Solmove ab

Stellungnahme der Solmove GmbH

Potsdam, den 9.10.2019

Der solare Radweg von Solmove in Erftstadt soll offenbar abgerissen werden. Wir halten diesen Beschluss für eine fatale Fehlentscheidung. Leider wurde uns auch keine reelle Möglichkeit zu einer Fehlerbehebung der Testanlage zugestanden.

Zur Vorgeschichte

Der solare Radweg wurde im September/Oktober 2018 als Testanlage durch die Solmove GmbH und Subunternehmen in Erftstadt montiert und in Anwesenheit von Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 12. November 2018 feierlich eröffnet.

Zu diesem Zeitpunkt waren rund zwei Drittel der Module angeschlossen und haben bereits ordnungsgemäß Strom produziert. Die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz sowie eine Messung der erzeugten Strommenge konnte aber noch nicht erfolgen, da der Zähler des Netzbetreibers fehlte. Die Stadt Erftstadt hatte versäumt, diesen zu beantragen. Die Installation erfolgte deshalb erst mit einem halben Jahr Verspätung im Februar 2019.

Zudem fehle das Kiesbett, das entlang des Weges Regenwasser abführen sollte. Als es um den 20. März 2019 drei Tage intensiv regnete, stand deshalb die Testanlage teilweise unter Wasser. Dadurch sind ca. 10 von insgesamt 520 Anschlussdosen (die im Boden auf gleicher Höhe wie die Fahrbahn-Module montiert sind) heiß geworden und teilweise verschmort. Die Feuerwehr hat daraufhin den Weg mit Folie abgedeckt, damit die Module keinen weiteren Strom produzieren.

Die Stadt Erftstadt beauftragte den TÜV Rheinland mit einem Gutachten, dass am 9. April 2019 zwei Ursachen für die Schwelbrände in der Testanlage benennt:

1. Eingedrungene Feuchtigkeit, die zu Kurzschlüssen in 10 Modulen geführt hat

und

2. Ein zu geringer Abstand der Plus- und Minus-Kontakte in der Anschlussdose.

Solmove hat daraufhin eine Überarbeitung der Anschlussdosen vorgeschlagen und der Auflage der Stadt zugestimmt, den Verbesserungsvorschlag durch den TÜV Rheinland begutachten zu lassen. Während der TÜV seine Arbeit aufnahm, ließ die Stadt Erftstadt über ihren Anwalt enge zeitliche Fristen für die Mängelbeseitigung setzen. Der TÜV Rheinland hat verschiedene Versionen einer überarbeiteten Anschlussdose geprüft und Ende August einen Bericht vorgelegt. Das Ergebnis ließ noch keine ausreichende Ausbesserung des Solarweges zu. Die Änderungen an der Anschlussdose waren zwar in einem Punkt zulässig, einem anderen – der Abdichtung – aber noch nicht.

Die erneute Prüfung eines erweiterten Verbesserungsvorschlages würde – so der TÜV damals – sechs Wochen dauern. Damit war die 3. Frist (bis zum 24.9.19) für die Mängelbeseitigung, die der Anwalt der Stadt Erftstadt der Solmove GmbH gesetzt hatte, nicht zu halten. Trotz mehrfacher Bitte von Solmove an die Verantwortlichen der Stadt Erftstadt, doch gemeinsam über einen Lösungsweg zu sprechen, wurde dem leider nicht nachgekommen.

Der Solar-Radweg von Solmove in Erftstadt

Resümee

Ein aus technischer Sicht marginales Problem an der ersten Solmove Testanlage ist für die Verwaltung der Stadt Erftstadt offenbar eine unüberwindliche Hürde. So ist es unserer Meinung nach sehr widersprüchlich, auf der einen Seite die Zustimmung des TÜVs Rheinland einzufordern, aber gleichzeitig enge Fristen zu setzen, die den Beteiligten nicht genug Zeit lassen. Wenn Solmove keine Gelegenheit gegeben wird, den Fehler zu beseitigen, sondern stattdessen nun die gesamte Anlage abgerissen werden soll, ist nichts gewonnen, aber viel verloren.

Das Konzept und die Technologie von Solmove wurden bereits vielfach ausgezeichnet. Es wäre deshalb schön gewesen, von der Stadt Erftstadt eine reelle Chance der Mängelbeseitigung zu bekommen. Es war im Übrigen allen Beteiligten klar, dass es sich um eine Testanlage handelt, bei der naturgemäß auch Fehler auftreten können. Die Stadt Erftstadt hat deshalb auch vertraglich auf Ersatzansprüche für nicht vorsätzlich herbeigeführte Schäden jeglicher Art verzichtet.