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Konzept eines multifunktionalen Straßenbelags von Solmove ist für den Bundespreis ecodesign 2019 nominiert

Potsdam/Berlin, 20. November 2019 – Das Konzept der „Solarstraße“, eines multifunktionalen Straßenbelags aus Photovoltaik-Zellen und Spezialglas, zur Gewinnung von erneuerbarem Strom auf horizontalen Verkehrsflächen, ist für den diesjährigen Bundespreis ecodesign nominiert. Aus mehr als 300 Einreichungen wählte die namhaft besetzte Fachjury aus Design- und Umweltexpert*innen in Berlin 31 Projekte als diesjährige Nominierte aus, darunter auch das Konzept von Solmove. Die sogenannte „Solarstraße“ besteht aus Photovoltaik-Zellen und lässt sich auf versiegelten Flächen wie Straßen, Wegen oder auch Parkplätzen aufbringen. Die Zellen erzeugen laufend Solarstrom. Dadurch lässt sich der Flächenverbrauch für Solaranlagen reduzieren und Flächen doppelt nutzen.

Der Belag aus Spezialglas reduziert auch Abrollgeräusche von Reifen und kann im Winter automatisch abtauen. Vorgesehen ist zudem die Kopplung mit Informations-, Daten- und Ladetechnik: Der Belag kann mehrfarbig leuchten und bietet so die Möglichkeit, Informationen mit (autonomen) Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern auszutauschen. Auch eine kabellose Lademöglichkeit von Elektrofahrzeugen mittels Induktion ist umsetzbar.

Der Preis, der jährlich vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und nukleare Sicherheit, dem Umweltbundesamt und dem Internationalen Design Zentrums Berlin verliehen wird, prämiert innovative Produkte, Dienstleistungen und Konzepte, die sich durch eine herausragende ökologische Qualität, einen innovativen Ansatz und durch eine hohe Designqualität auszeichnen.

Der Bundespreis ecodesign prämiert technische Innovationen und Systemlösungen, die zu einer Entlastung der Umwelt beitragen. „Bis zu 80% der Umweltauswirkungen eines Produkts hängen von seiner Gestaltung ab“, erklärte Prof. Anna Berkenbusch, die Juryvorsitzende. „Die Anforderungen an gute Gestaltung ebenso wie an umweltfreundliche Produktion machen den Preis für Gestalter*innen und Unternehmen deshalb zu einer einzigartigen Marke.“

Weitere Informationen finden Sie unter 

https://bundespreis-ecodesign.de/gewinner/projekte/gruener-strom-auf-grauem-asphalt

Solmove gewinnt die Germany China Innovation Competition 2019 der InnoAlliance

Berlin, 14.10.19 – Im Finale der Germany China Innovation Competition 2019 der InnoAlliance in Berlin konnte Solmove mit seinem Konzept der Smart Solar Street überzeugen und hat in der Kategorie Smart Traffic & IT den ersten Platz erlangt.

Die Germany China Innovation Competition ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung und internationale Plattform, die deutsche Startups mit chinesischen Investoren, Unternehmen und strategischen Partnern zusammen bringt. Ziel ist es, innovativen deutschen Technologieunternehmen Ressourcen für den Eintritt in den chinesischen Markt zur Verfügung zu stellen. Beim Finale in Berlin am 14. Oktober 2019 konnte Solmove-Gründer Donald Müller-Judex auch mit Min Wang Zhigang, dem Minister für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China, sprechen.

In zwei Ausscheidungsrunden zwischen Juni und September hatten sich mehrere deutsche Startups in vier unterschiedlichen Kategorien qualifiziert. Solmove präsentierte sich mit seinem Konzept einer Smart Solar Street in der Kategorie Smart Traffic & IT im Halbfinale in der chinesischen Stadt Dongguan in der Nähe von Shenzen vor chinesischen Investoren und Unternehmen.

Im Anschluss an den Pitch-Wettbewerb nahmen alle Startups an einem Matchmaking mit chinesischen Investoren und Unternehmen teil und konnten wertvolle Kontakte knüpfen. In der mittelchinesischen Stadt Xian, die für ihre Terrakotta-Armee weltbekannt ist, wurde ein „Memorandum of Understanding“ unterzeichnet.

Drei Startups in jeder Kategorie traten schließlich im Finale am 14. Oktober in Berlin gegeneinander an. Nach den Pitches der 12 Teams entschieden sich die Juroren für Solmove. Neben der Auszeichnung und einem Preisgeld profitieren die Gewinner von medialer Berichterstattung in Deutschland und China sowie der Unterstützung bei der Markterschließung in China.

Der Innovationswettbewerb wird vom China Science & Technology Exchange Center (CSTEC) sowie dem Bundesverband Deutsche Startups e.V ausgerichtet, und vom Ministerium für Wissenschaft und Technologie der Volksrepublik China (MOST) unterstützt. Weitere Organisatoren sind das International Technology Transfer Network (ITTN) und die Chinesische F&E Innovationsunion in Deutschland e.V. (CFEID e.V.).

Erftstadt lehnt Fehlerbehebung am Solaren Radweg von Solmove ab

Stellungnahme der Solmove GmbH

Potsdam, den 9.10.2019

Der solare Radweg von Solmove in Erftstadt soll offenbar abgerissen werden. Wir halten diesen Beschluss für eine fatale Fehlentscheidung. Leider wurde uns auch keine reelle Möglichkeit zu einer Fehlerbehebung der Testanlage zugestanden.

Zur Vorgeschichte

Der solare Radweg wurde im September/Oktober 2018 als Testanlage durch die Solmove GmbH und Subunternehmen in Erftstadt montiert und in Anwesenheit von Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 12. November 2018 feierlich eröffnet.

Zu diesem Zeitpunkt waren rund zwei Drittel der Module angeschlossen und haben bereits ordnungsgemäß Strom produziert. Die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz sowie eine Messung der erzeugten Strommenge konnte aber noch nicht erfolgen, da der Zähler des Netzbetreibers fehlte. Die Stadt Erftstadt hatte versäumt, diesen zu beantragen. Die Installation erfolgte deshalb erst mit einem halben Jahr Verspätung im Februar 2019.

Zudem fehle das Kiesbett, das entlang des Weges Regenwasser abführen sollte. Als es um den 20. März 2019 drei Tage intensiv regnete, stand deshalb die Testanlage teilweise unter Wasser. Dadurch sind ca. 10 von insgesamt 520 Anschlussdosen (die im Boden auf gleicher Höhe wie die Fahrbahn-Module montiert sind) heiß geworden und teilweise verschmort. Die Feuerwehr hat daraufhin den Weg mit Folie abgedeckt, damit die Module keinen weiteren Strom produzieren.

Die Stadt Erftstadt beauftragte den TÜV Rheinland mit einem Gutachten, dass am 9. April 2019 zwei Ursachen für die Schwelbrände in der Testanlage benennt:

1. Eingedrungene Feuchtigkeit, die zu Kurzschlüssen in 10 Modulen geführt hat

und

2. Ein zu geringer Abstand der Plus- und Minus-Kontakte in der Anschlussdose.

Solmove hat daraufhin eine Überarbeitung der Anschlussdosen vorgeschlagen und der Auflage der Stadt zugestimmt, den Verbesserungsvorschlag durch den TÜV Rheinland begutachten zu lassen. Während der TÜV seine Arbeit aufnahm, ließ die Stadt Erftstadt über ihren Anwalt enge zeitliche Fristen für die Mängelbeseitigung setzen. Der TÜV Rheinland hat verschiedene Versionen einer überarbeiteten Anschlussdose geprüft und Ende August einen Bericht vorgelegt. Das Ergebnis ließ noch keine ausreichende Ausbesserung des Solarweges zu. Die Änderungen an der Anschlussdose waren zwar in einem Punkt zulässig, einem anderen – der Abdichtung – aber noch nicht.

Die erneute Prüfung eines erweiterten Verbesserungsvorschlages würde – so der TÜV damals – sechs Wochen dauern. Damit war die 3. Frist (bis zum 24.9.19) für die Mängelbeseitigung, die der Anwalt der Stadt Erftstadt der Solmove GmbH gesetzt hatte, nicht zu halten. Trotz mehrfacher Bitte von Solmove an die Verantwortlichen der Stadt Erftstadt, doch gemeinsam über einen Lösungsweg zu sprechen, wurde dem leider nicht nachgekommen.

Der Solar-Radweg von Solmove in Erftstadt

Resümee

Ein aus technischer Sicht marginales Problem an der ersten Solmove Testanlage ist für die Verwaltung der Stadt Erftstadt offenbar eine unüberwindliche Hürde. So ist es unserer Meinung nach sehr widersprüchlich, auf der einen Seite die Zustimmung des TÜVs Rheinland einzufordern, aber gleichzeitig enge Fristen zu setzen, die den Beteiligten nicht genug Zeit lassen. Wenn Solmove keine Gelegenheit gegeben wird, den Fehler zu beseitigen, sondern stattdessen nun die gesamte Anlage abgerissen werden soll, ist nichts gewonnen, aber viel verloren.

Das Konzept und die Technologie von Solmove wurden bereits vielfach ausgezeichnet. Es wäre deshalb schön gewesen, von der Stadt Erftstadt eine reelle Chance der Mängelbeseitigung zu bekommen. Es war im Übrigen allen Beteiligten klar, dass es sich um eine Testanlage handelt, bei der naturgemäß auch Fehler auftreten können. Die Stadt Erftstadt hat deshalb auch vertraglich auf Ersatzansprüche für nicht vorsätzlich herbeigeführte Schäden jeglicher Art verzichtet.

Mit dem Fahrrad über Solartechnik flitzen

Meldung vom 14.11.2018

Erster Solar-Radweg Deutschlands in Erftstadt eröffnet.

In Erftstadt bei Köln ist jetzt der erste Solar-Radweg Deutschlands eingeweiht worden. Es handelt sich um eine Teststrecke von 90 Metern Länge im Stadtteil Liblar. 150 besonders bruch- und rutschfeste Solarmodule wurden dafür zusammengesteckt und auf den Asphalt eines bestehenden Radweges verlegt. Der neuartige von der Solmove GmbH entwickelte Fahrbahn-Belag erzeugt Strom, absorbiert Lärm und kann im Winter auch Schnee abtauen.
Mit der Eröffnung des Fahrradweges wurde in Erftstadt die Premiere einer neuen Technologie gefeiert, denn erstmalig in Deutschland wird damit solare Energie auf öffentlichen Wegen erzeugt. Die Einweihung des Solar-Radweges nahm Bundesumweltministerin Svenja Schulze vor. „Der Trend zum Radfahren ist ungebrochen. Mit dem Solar-Radweg setzen wir auf eine innovative Technologie, die zugleich Strom erzeugen und im Winter das Eis abtauen kann, um ein sicheres Radfahren zu ermöglichen. Mit solchen Angeboten wollen wir erreichen, dass das Rad zunehmend eine attraktive Alternative vor allem zur Fortbewegung mit dem Auto wird“, sagte die Ministerin.
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Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“
Der Solar-Radweg ist Teil des Projektes „Infrastrukturring Liblar – Wandel der Mobilitätsstruktur“ aus dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI), das mit rund 784.000 Euro gefördert wird. „Die Stadt möchte mit der Teststrecke auf dem Radweg zeigen, dass jede Kommune sauberen Strom produzieren kann, ohne das Landschaftsbild zu stören“, erklärte Erftstadts Bürgermeister Volker Erner.

Die Solmove GmbH, ein Start-up aus Potsdam, hat die Solarmodule gemeinsam mit der RWTH Aachen und weiteren Forschungspartnern entwickelt. Vordenker der Module und Gründer des Start-ups ist Donald Müller-Judex. „Die Teststrecke umfasst eine Fläche von 200 Quadratmetern. Wir erwarten, dass auf dieser bis zu 16.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produziert werden. Das entspricht etwa dem Jahresverbrauch von vier Haushalten“, erklärte er. Eine spezielle Noppenstruktur des ausgeklügelten Belags sorgt für eine wasserableitende Struktur, die der Verschmutzung der Solaroberfläche entgegenwirken soll. Wie gut das alles bei alltäglicher Belastung und Witterung auf Dauer funktioniert, das wird sich nun auf der Teststrecke in Erftstadt erweisen und soll natürlich genau beobachtet werden. „Wir haben vier Jahre für diese Eröffnung gearbeitet. Wir sind total gespannt, wie das alles funktionieren wird“, sagte Müller-Judex.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze ließ sich beim Einweihungstermin auch vom einsetzenden Regen nicht davon abhalten, den Solar-Radweg gleich auszuprobieren und schwang sich daher auf ein für sie bereitstehendes Fahrrad. Gemeinsam mit Müller-Judex und Bürgermeister Volker Erner radelte sie über die Teststrecke. „Bei dem Regen können wir auf jeden Fall schon jetzt feststellen, dass dieser Belag rutschfest ist“, erklärte die Ministerin zufrieden.
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Link: https://www.energieagentur.nrw/solarenergie/mit_dem_fahrrad_ueber_solartechnik_flitzen

Erster Solar-Radweg Deutschlands

In Erftstadt, 20 Kilometer von Köln entfernt, wurde Mitte November der erste Solar-Radweg Deutschlands eröffnet. Die 90 Meter lange Teststrecke besteht aus kleinen Solarzellen, umgeben von einer Glasfliese, die durch ihre Noppenstruktur eine rutschfeste Oberfläche zum Fahrradfahren bieten. Jährlich sollen damit 12 bis 16 Megawattstunden Solarstrom erzeugt werden. Außerdem lässt sich die Fläche durch die Sonnenenergie mit eingebauten LEDs beleuchten und im Winter erwärmen. 

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